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23.04.2010
18. März 2010: Lesung und anschließende Podiumsdiskussion
mit Ludwig Große
Der seriöse Umgang mit der Staatssicherheit ist für Ludwig Große von großer Wichtigkeit. In seinem Buch »Einspruch! Das Verhältnis von Kirche und Staatssicherheit im Spiegel gegensätzlicher Überlieferungen« setzt er sich auf fast 800 Seiten anhand von kirchlichen Quellen und Zeitzeugenberichten mit den Einflussversuchen des MfS auf die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen kritisch auseinander. Tobias Hollitzer, Leiter der Gedenkstätte Museum in der »Runden Ecke« sowie mit Herrn Michael Beleites, Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen waren seine Diskussionspartner.

27.03.2010
»Wie schmeckte die DDR? Wege zu einer Kultur des Erinnerns« herausgegeben von Joachim Klose
Auftaktveranstaltung zur Leipziger Buchmesse

Am 17. März begannen mit der Vorstellung der Neuerscheinung »Wie schmeckte die DDR« die Lesungen der Evangelischen Verlagsanstalt im Rahmen von »Leipzig liest«.
Zum Gespräch über die Erinnerung an das Alltagsleben in der DDR trafen sich Bischof a. D. Axel Noack, der Kabarettist und Buchautor Peter Ensikat sowie die Dokumentarfilmerin und Theaterregisseurin Freya Klier. Dr. Joachim Klose, Herausgeber des Bandes, moderierte die Diskussion unter Einbeziehung des Publikums.
Etwa 80 Zuhörer füllten stehend oder sitzend die Buchhandlung an der Thomaskirche.
Die Stimmung war emotionsgeladen. Schmerzhafte aber auch leicht wehmütige Erinnerung spiegelte sich vor allem auf den Gesichtern des älteren Publikums, echte Neugier und Staunen war bei Jüngeren zu beobachten.
Der Sammelband entstand in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und vereinigt Beiträge namhafter Persönlichkeiten, die sich um eine angemessene Wahrnehmung und Beurteilung des Lebens in dem untergegangenen deutschen Staat bemühen.
Ziel des Buches, einen neuen Dialog anzuregen, der nicht nur zwischen West und Ost, sondern auch (wieder) zwischen Ost und Ost geführt werden solll, um zwischen Dämonisierung und Relativierung der DDR-Erfahrung den Weg zu einer »Kultur des Einnerns« zu ebnen.
Artikel und Bücher sind über die DDR geschrieben worden, einzelne Aspekte des Systems wurden intensiv analysiert und trotzdem hat man das Gefühl, dass sich das Phänomen „DDR“ einer gerechten Wahrnehmung zunehmend entzieht.
Beide Haltungen: Relativierung und Dämonisierung, präsentieren die extremen Pole des Umgangs mit der DDR-Erfahrung. Sie werden dem damaligen Alltagserleben nicht gerecht. Nicht jeder lebte in ständiger Angst und dem Bewusstsein des totalen Überwachungsstaates. Das DDR-System war ein Ideologieschwellensystem, das besonders aktiv wurde, wenn man sich nicht systemkonform verhielt. Dann offenbarte es allerdings alle Dimensionen eines totalitären Staates.
Die (Lebens)Kunst des Einzelnen bestand darin, minimale Kompromisslinien zu finden und nicht vorauseilenden Gehorsam zu leisten.
Deshalb wird es notwendig, sich zu erinnern, wie die DDR war und wie sie erlebt wurde.
Wir sollten beginnen, uns unsere Biographien zu erzählen!
30.11.2009
Hansisches Druck- und Verlagshaus GmbH übernimmt EVA-Mehrheitsanteile
Mit Wirkung vom 1. Januar 2010 übernimmt das Hansische Druck- und Verlagshaus GmbH Frankfurt (HDV) die Mehrheit der Anteile an der Evangelischen Verlagsanstalt GmbH Leipzig (EVA) aus dem Besitz der bisherigen Alleingesellschafterin, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS). Die EVLKS bleibt an dem Verlagshaus beteiligt.
Im Zuge dieser Veränderung scheidet der Geschäftsführer der EVA GmbH, Bert Alexander Petzold, aus. Die Geschäftsführung übernimmt zum 1. Dezember Arnd Brummer, einer der beiden HDV-Geschäftsführer und Chefredakteur des evangelischen Magazins chrismon. Brummer ist mit dem 1. Dezember 2009 auch Geschäftsführer des Evangelischen Medienhauses (EMH) in Leipzig. Auch hier hieß der Vorgänger Petzold. Namens der Gesellschafterin dankte der Präsident des sächsischen Kirchenamtes, Hans-Dieter Hofmann, dem abberufenen Geschäftsführer für die gute geleistete Arbeit.
Arnd Brummer bezeichnete die Evangelische Verlagsanstalt als einen der kulturellen Leuchttürme zu DDR-Zeiten. Die Marke EVA stand und stehe weiterhin für evangelische Freiheit mit einem ambitionierten Verlagsprogramm, in dem theologische und kirchengeschichtliche Publikationen von höchster Qualität das Bild bestimmten. Deshalb, so Brummer, werde man den traditionsreichen Verlag im Verbund mit der in Frankfurt beheimateten edition chrismon in eine gute Zukunft führen.
Der Standort Leipzig sei dabei völlig unbestritten und werde im Rahmen der neuen Beteiligung weiter an Bedeutung gewinnen.
Leipzig, 30.11.2009
23.10.2009
Stephan Krawczyk zu Gast im ZDF Mittagsmagazin
»20 Jahre Mauerfall – mit diesem Jubiläum assoziiert wohl jeder seine ganz eigenen Erinnerungen. Nur selten aber sind die Erlebnisse aus den Tagen der Wiedervereinigung so persönlich und einschneidend wie im Fall des DDR-Bürgerrechtlers Stephan Krawczyk«, meldet das ZDF-Mittagsmagazin vom 23.10.2009, in dem Stephan Krawczyks neues Buch Der Himmel fiel aus allen Wolken" vorgestellt wurde.
»Nach abgeschiedenen Jahren der inneren Heimatsuche, nach sieben Büchern und diversen Preisen, nach Jahren, in denen Krawczyk als einsamer Zyniker etikettiert wurde, ist er nun wieder da. Doch es ist ein anderer Stephan Krawczyk, noch nachdenklicher. In seinem neuesten Buch Der Himmel fiel aus allen Wolken begibt er sich auf eine deutsch-deutsche Zeitreise. Auf poetische und einfühlsame Weise erzählt er von seiner Ankunft in Westdeutschland, von den Überraschungen dort als ›gelernter DDR-Bürger‹, und vom Umgang mit der plötzlichen Freiheit.« (ZDF-Mittagsmagazin)
Der Fernsehbeitrag und das Gespräch sind in der ZDF-Mediathek verfügbar. [externer Link]
01.10.2009
Pressestimmen Oktober 2009
Der Programmschwerpunkt »20 Jahre Friedliche Revolution« der Evangelischen Verlagsanstalt findet ein beachtliches Echo in großen überregionalen Medien:
Stephan Krawczyk: Der Himmel fiel aus allen Wolken.
»Krawczyk hat eine autobiografische Zeitreise durch die Monate zwischen seinem Rausschmiss und dem Mauerfall geschrieben: Der Himmel fiel aus allen Wolken, ein Buch, das die eigene Tragödie als Farce erzählt und in dem das Komische ziemlich entsetzlich sein kann. ... Er wurde gebraucht und also verhaftet. Wenn nicht alles täuscht, braucht das Publikum nun deshalb sein Buch.« (DIE ZEIT, 24.09.2009)
Jan Schönfelder (Hrsg.): Das Wunder der Friedlichen Revolution.
»Das Wunder der Friedlichen Revolution ist eines der besten Bücher über den Herbst 1989, weil es aus dem lebendigen Geist dieser Zeit schreibt - erinnert von Menschen, die Bürger zweier Welten bleiben werden: angekommen zwar in der BRD, aber eben hergekommen aus der DDR.« (DEUTSCHLANDRADIO KULTUR, 30.09.2009)
Thomas Mayer: Helden der Friedlichen Revolution.
»In Thomas Mayers Band bekommen 18 Leipziger Helden der Friedlichen Revolution ein Gesicht. ... Es sind Männer und Frauen, ohne die die Revolution nicht vorstellbar ist.« (DIE ZEIT, 01.10.2009)
Gerold Hofmann: Mutig gegen Marx & Mielke.
»Das Bemerkenswerte an diesem Buch ist, dass diese Zeitzeugen auf frappierende Art in der Lage sind, ihre damaligen Positionen wiederzugeben. ... Wenn man eine Ahnung davon haben möchte, wie christliche Demut angesichts einer erfolgreichen Revolution aussehen kann, so liegt hier ein Zeugnis davon vor, das eindrücklicher kaum sein könnte.« (DIE ZEIT, 01.10.2009)
Martin Jankowski: Der Tag, der Deutschland veränderte.
»Martin Jankowski, Leipziger Zeitzeuge und Akteur, beschreibt fast minutiös, wie es zum 9. Oktober 1989, dem Tag der großen friedlichen Massendemonstration in Leipzig mit etwa 70000 Teilnehmern kam. ... Das Buch zeigt eindrucksvoll, warum der 9. Oktober 1989, wie es der Buchtitel ausdrückt, Deutschland veränderte.« (DIE ZEIT, 01.10.2009)
25.09.2009
Stephan Krawczyk präsentierte am 15. September sein neues Buch in Leipzig
DIE ZEIT berichtet in ihrer Ausgabe vom 24.09.2009:
»Krawczyk hat eine autobiografische Zeitreise durch die Monate zwischen seinem Rausschmiss und dem Mauerfall geschrieben: Der Himmel fiel aus allen Wolken, ein Buch, das die eigene Tragödie als Farce erzählt und in dem das Komische ziemlich entsetzlich sein kann. All dies ohne den hohen Biermann-Ton. Krawczyk macht kein Aufhebens, aber es hilft ja nichts, er war ein Held damals. Hat die Angst überwunden und gesagt, was zu sagen war. Er wurde gebraucht und also verhaftet. Wenn nicht alles täuscht, braucht das Publikum nun deshalb sein Buch.«
