Die Mündlichkeit der Schrift

Eine Rekonstruktion des lutherischen Schriftprinzips

Simon Kuntze

Sagt uns die Bibel, was wir schon wissen? Oder handelt sie von Geschichten, die uns nichts angehen? Die Bibel ist uns zugleich fremd und nahe — so die These der vorliegenden Arbeit. Die Metaphorik von Schriftlichkeit und Mündlichkeit spielt bei Martin Luthers Begründung der Schriftautorität und bei der Darlegung der Autorität von Schrift und Tradition auf dem Trienter Konzil eine zentrale Rolle. Die lutherische Hervorhebung der ursprünglich »mündlichen« Qualität des Evangeliums, wie es durch die Schrift vermittelt wird, dient dazu, die Schrift als zugleich nahes und fremdes Wort Gottes zu reflektieren. Als mündliches Wort bleibt die Schrift Wort Gottes, dessen Autor seinen »Text« nicht aus seiner Deutungsvollmacht entlässt – also fremdes Wort. Als mündliches Wort spricht die Schrift aber auch konkret in unsere Situation, in der Gott sich als der Immanuel, der Gott mit uns, vorstellt. Der Autor wurde mit der vorliegenden Arbeit im Jahr 2018 promoviert.


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