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Die Zerstörung einer Künstler-Biographie durch die Stasi
Schriftenreihe des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Band 5

Jürgen Gottschalk

Ende der 1970er Jahre griffen in Dresden einige Künstler die Mail-Art-Bewegung auf. Mit Witz und politischem Hintersinn gestalteten sie Postkarten, die sie selbst versandten. Einer der wichtigsten Akteure war der Dresdner Grafiker Jürgen Gottschalk.

Die Staatsicherheit reagierte auf diese Aktivitäten nicht nur mit einer umfassenden Überwachung der gesamten Gruppe. Planmäßig und systematisch wurde die Zerstörung der beruflichen Existenz Gottschalks betrieben, die schließlich in der organisierten Demontage seiner Biographie mündete.

Jürgen Gottschalk beschreibt exemplarisch und sehr plastisch, wie die so genannten »Zersetzungsmaßnahmen« der Stasi auf den davon betroffenen Menschen wirkten – so die Zeit des allmählichen Berufsverbotes, seine Inhaftierung und schließlich die grausame Haftzeit.

Zum Autor

Jürgen Gottschalk, Jahrgang 1951, eröffnete 1979 seine eigene Druckwerkstatt in Dresden. Nach Berufsverbot und Haft wurde er 1985 von der Bundesrepublik freigekauft. 1991 kehrte er nach Dresden zurück, wo er heute die Siebdruckwerkstatt im Kulturverein »riesa efau« in Dresden leitet.

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