Ambivalenzen der Nächstenliebe

Soziale Folgen der Reformation
Veröffentlichungen des Diakoniewissenschaftlichen Instituts an der Universität Heidelberg (VDWI), Band 60

Johannes Eurich | Dieter Kaufmann | Urs Keller | Gerhard Wegner (Hrsg.)

Im Auftrag des Sozialwissenschaftlichen Instituts und des Diakoniewissenschaftlichen Instituts

Luthers These war, dass Christen spontan Nächstenliebe üben würden. Aber ist das plausibel? Sind Christen folglich sozialer? Ausgehend von den Impulsen der Wittenberger Reformation wird hier dem Zusammenhang zwischen der Rechtfertigungslehre und dem sozialen Engagement der Christen bzw. Kirchen auf den Grund gegangen. Historische Beiträge heben in dieser Perspektive Entwicklungen in der Neugestaltung sozialer Versorgung nach 1517 hervor und beleuchten die Zusammenhänge mit der Entstehung des modernen Sozialstaats. Die Bedeutung von Nächstenliebe und Altruismus für die heutige Arbeit der Diakonie wird mit theoretischen und empirischen Analysen unterfüttert. Ergänzt durch Beiträge aus der diakonischen Praxis treten Vorzüge und Ambivalenzen von Nächstenliebe im professionellen sozialen Handeln deutlich hervor.

[Ambivalences of Charity. Social Consequences of the ...

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